Supercross Chemnitz

SX1

Hallo Leute,

wie Ihr bestimmt schon erfahren habt, habe ich am 01./02.12.2012 sehr spontan am Supercross Chemnitz teilgenommen.

Spontan deshalb, weil es sehr kurzfristig und eine andere Sportart als Enduro war. So erfuhr ich am Montag vor dem Rennen von meinem Kumpel Jens Ihle (IHLE Racing), dass vorläufig noch ein Platz in seinem Team frei ist. Ich überlegte eine Nacht und entschied mich dann am Dienstag – nachdem ich vom Veranstalter die Starterlaubnis hatte – daran teilzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Woche etwas stressig, denn ich musste mein Motorrad noch ein wenig auf Supercross umbauen. Im Voraus schon einmal VIELEN DANK an MXSL Jörg Lindner, der mir ein Fahrwerk am Mittwoch noch schnell überarbeitet hat, sowie an Dominique Thury für seine Gabel und an Dice Graffix, die mir noch schnell ein Dekor anfertigten – das ganze innerhalb von 2 Tagen. Und dann war auch schon Freitag…

SX2

Ich schaute mir die Strecke in der Messehalle Chemnitz an und war natürlich aufgeregt, schließlich sind die Leute in der SX 1 Klasse allesamt sehr gute Fahrer. Aber ich hatte dennoch irgendwie ein recht gutes Gefühl.

Das erste Training war dann allerdings nicht so gut. Ich fand überhaupt keinen Rhythmus und hatte zu viel Respekt vor der Strecke und den anderen Fahrern. Nach dem ersten Training nahmen dann Marcus Kehr und ich (Marcus und Eddi Hübner waren zum Zuschauen vorbeigekommen) noch ein paar Veränderungen am Vergaser vor, denn das Motorrad ging halt wie ein typisches Enduro-Motorrad. Wir versuchten es noch etwas spitzer von unten heraus zu machen, denn es brauchte eindeutig mehr Spritzigkeit um gut aus den Ecken und Sprüngen zu kommen. Im Qualifikationstraining ging es dann schon besser – musste es aber auch, denn ich wollte die 120% Hürde schaffen um an den Abendläufen teilnehmen zu können. Dies gelang mir zwar nur knapp, aber es reichte und ich war zufrieden. Dies war mein Ziel an beiden Tagen.

Am Abend war mir klar, dass ich im Rennen nichts erreichen konnte. Zu verschieden sind die beiden Sportarten samt Fahrstil und Maschine. Ich versuchte sauber zu fahren und Erfahrung zu sammeln, schließlich hat man ja nicht jeden Tag die Chance solche Rennen zu bestreiten. Für mich war dann nach dem Hoffnungslauf am Abend Schluss, was mir aber wie gesagt von vornherein bewusst war. Ich schaute mir dann die restlichen Rennen des Abends an und genoss die Stimmung in der Halle.

Am Samstag dann der 2. Tag. Ich merkte, dass ich von Training zu Training, bzw. von Rennen zu Rennen besser zurecht kam. Eigentlich logisch, da ich ja vorher Supercross nicht trainiert hatte. Ich qualifizierte mich somit auch für den 2. Abend und war einfach glücklich.

SX3

Am Abend dann war die Halle fast ausverkauft und ich war schon etwas beeindruckt und nervös. Für mich hieß es zwar dann wieder bereits nach dem Hoffnungslauf „Feierabend“, doch ich war zufrieden, denn ich konnte das Tempo der langsameren Fahrer schon eher mitgehen als tags zuvor und mit ein bisschen Training wäre vielleicht sogar noch der ein oder andere Platz drin gewesen. Wer weiß…

Für mich war es JUST FOR FUN, aber ich habe natürlich auch wieder eine Menge gelernt, denn Supercross ist definitiv eine andere Sportart als Enduro.

Ich möchte mich nochmals bei Jens Ihle bedanken, der mir über all die Jahre geholfen hat und mir erst ermöglicht hat, bei diesem Supercross teilzunehmen.

Das wars vom SX-Ausflug…

Bis demnächst

#203 DG