Deutsche Enduromeisterschaft Burg 10./11.08.2013

Burg

Hallo Leute,

am 10./11.08. fanden der 2. und 3. Lauf zur DEM in Burg statt. Bevor das Rennwochenende anstand galt es, eine Pause von fast 4 Monaten vom letzten DEM-Lauf zu überbrücken. Mit einigen kleineren Motocross- oder Mehrstunden-Enduroveranstaltungen versuchte ich im Rhythmus zu bleiben. Der Monat Juli verhinderte dann durch die große Hitze ein intensiveres Training. Somit wusste ich nach einer so langen Pause nicht Recht, in welcher Form ich mich befinde. Glücklicherweise fanden in den letzten 4 Wochen noch 2 vom ADAC Sachsen organisierte Trainingseinheiten statt und so hatte man zumindest einen vergleichbaren Trainingsstand zu den anderen sächsischen Fahrern.

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Also ging es nun endlich nach Burg und ich schaute mir Freitag die 2 Sonderprüfungen an. Die beiden Tests waren auf dem gleichen Gelände wie schon die letzten Jahre. Der erste Test befand sich auf einer zugewachsenen, mit Erde aufgefüllten Schuttdeponie und war stellenweise flüssig, aber auch teilweise eng abgesteckt. Dieser Eindruck sollte aber täuschen, denn die Prüfung wurde im Fahren sehr eng und man fand keinen richtigen Fluss. Erschweren sollte dies noch, dass mit zunehmendem zerfahrenem Zustand überall Steine und Schutt, sowie Eisen und Kabel aus dem Boden kamen. Somit wurde es leider auch gefährlich.

Die zweite Prüfung lag wie fast immer direkt neben der Autobahn. Dies war ein Feld mit einer kleinen Sandgrube. Für meine Verhältnisse war diese SP auch sehr eng abgesteckt und ich hatte kaum Möglichkeiten andere Spuren zu fahren. Aber da müssen wir nun alle durch. Am frühen Abend gab ich mein Motorrad ins Parc Ferme ab und Samstagmorgen sollte es dann los gehen…

Ich startete um 8.01Uhr und bereits nach wenigen Minuten erreichte ich den ersten Test. Ich machte wenige Fehler und war mit meiner Zeit recht zufrieden. Weiter ging es dann auf der Etappe, welche sich in den letzten Jahren kaum änderte. Die dadurch entstandenen Löcher, die an vielen Stellen wieder mit Gras zugewachsen waren machten es nicht ungefährlich. Man wusste ja nicht, was sich in den teilweise recht hohen Gräsern an Steinen o.ä. verbarg. Danach erreichte ich dann den zweiten Test. Dieser ließ sich auch ganz gut fahren, was sich in den folgenden Runden allerdings verschlechterte.

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Ich hatte für die verbleibenden beiden Runden eine gute Ausgangsposition um auf Platz 2 hinter Marcus Kehr zu fahren. In der 4. Prüfung machte ich einen kleineren Fehler und stürzte. Somit war ich nach 3 Runden und 6 Prüfungen mit 4 Sekunden Rückstand auf Platz 3 hinter Marcus Kehr und Björn Feldt. Für die AI-Lizenz wurde dann noch eine vierte Runde mit nur einer Sonderprüfung angefahren. Ich versuchte noch einmal alles zu geben um die 4 Sek. aufzuholen. Jedoch stürzte ich gleich in den ersten Kurven des Tests und wurde dadurch am Ende des Tages 3. mit knapp 10 Sekunden Rückstand auf Platz 2.

Nach der Siegerehrung des ersten Tages schaute ich mir beide Tests nochmal an um vielleicht noch die eine oder andere Alternativspur zu finden. Die Prüfungen waren schon sehr zerfahren, mit sehr vielen Staubbanden.

Sonntagmorgen wollte ich dann im ersten Test zu viele saubere Spuren fahren, was mich aber zu viel Zeit kostete. Somit lag ich zurück und musste versuchen, den Rückstand aufzuholen. Dies gelang mir dann auch im zweiten Test – nur leider konterten meine Konkurrenten Björn Feldt und Jörg Haustein immer wieder. Marcus Kehr lag zu diesem Zeitpunkt bereits zu weit vorn. Ich lag also nach 6 Tests auf Platz 4. Der Abstand vor der letzten Prüfung lag nach vorn auf Rang 3 bei 1,7 Sek. bzw. 4 Sek. auf Rang 2. Ich gab also nochmals alles und konnte mich mit 0,6 Sek. Vorsprung auf Platz 3 retten. Über diese Platzierung war ich froh, aber dennoch nicht zufrieden, denn es war an beiden Tagen knapp und ich hätte auf Platz 2 fahren können. Aber hätte – wenn – aber….

Für mich steht nun erstmal der Lauf zur EM in Tschechien auf dem Plan, bevor es am 30./31.08. in Tucheim mit der DEM weitergeht.

Bis dann

#203 DG

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